17.08.09

Sprühende Phanstasie - Alter Artikel über "WON"

Endlich mal ein recht guter Artikel über Graffiti. Das Wort "Schmiererei" fällt gar nicht. Scheint anscheinend doch noch n paar gute Schreiber zu geben. Im Gegensatz zu den ganzen vielen Drecksbloggern und Inzestwritern. Writing ist mindestens so "am Arsch" wie Rapmusik und Politik. Ein Anarchiezeichen in oder neben dem Bild macht aus euch keine politischen Menschen. Ihr langweilt....

http://www.focus.de/politik/deutschland/prozess-spruehende-phantasie_aid_159071.html

30.06.09

Fanpost - We love Sneaker Shirt

Vor einigen Tagen landete eine nette Mail in unserem virtuellen Briefkasten. "We love Sneaker", heißt es auf diesem T-Shirt. Sehr schön wie wir finden. Da wir diese Passion teilen und auch Tags mögen, hat es einen Eintrag hier verdient. Wer ein solches Exemplar möchte, kann sich gerne bei uns melden. Wir stellen den Kontakt gerne her.

Kicks and Cake - Die Zweite

Am Samstag, den 27. Juni fand rund um den Kölner Stadtgarten der zweite "Kicks n´ Cake" Sneakerflohmarkt statt. Bei schönem Wetter, dezenter musikalischer Untermalung und Kaltgetränken konnten Sneakerfans und Interessierte über die Turnschuhmeile flanieren. Angeboten wurden neben brandneuen Sneakern auch einige rare Sammlerstücke. Der Kölner Sneakerladen "The Good Will Out" war eigens mit einem Stand vertreten und viele einzelne, teilweise auch private Anbieter, konnten ihre Schmuckstücke präsentieren. Grundätzlich kann man sagen, dass es ein klasse Event war, auch wenn das Angebot für eine Weltstadt wie Köln, die sie ja sein will, eher dürftig ausfiel. Der Besucherandrang, lässt jedenfalls auf ein breites Interesse schließen.

So ein tolles Event in etwas größerer Ausführung wäre absolut klasse. Da Sneaker so eine tolle und verbindende Sache sind, wäre es wünschenswert, wenn es nicht nur ein temporärer Trend bleibt und weiter vorangetrieben wird.

Ein tolles Bild gab der umlackierte amerikanische Schulbus im typischen Adidas Stil und den drei Streifen. Die Firma aus Herzogenaurach scheint sich in den letzten Jahren bemüht, wieder den Draht zu den jungen Generationen herzustellen. Neben dem End-2-End Projekt, wo etablierte Sprüher ihre eigene Schuhkollektion entwarfen legt Adidas desöfteren die alten Retro Klamotten neu auf. Ein besonders witziges Exemplar, welches nicht unbedingt dem allgemeinen Farbgeschmack entspricht war das Adidas Kermit der Frosch Modell. Da wir ja hier auch immer die Sprüherei ein wenig im Auge haben, wollen wir euch die grandiose Idee der Shoe-Box Wall von Can2 und Atom nicht vorenthalten.

Sento - On the Run

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. In der Softcoverversion ist das Buch schon ab knapp 10€ erhältlich. Ein fairer Preis, finden wir. Sowohl die Gestaltung, als auch der Inhalt sind aller erste Sahne. Sento´s Lebenswerk hat so eine Booklet definitv verdient. Diese Blackbook Idee finde ich generell Klasse. Schon bei den damaligen Bates, Seen und Jepsy Ausgaben kristalisierte sich deutlich heraus, dass es irgendwo zwischen Hommage und Präsentation der eigene Werke rangiert.

Ohne Cubrasil oder Logan schlecht zu schreiben, hätte es sicherlich dutzende anderer Künstler gegeben, deren Bilder ich lieber in so einem Buch gesehen hätte. Wünschenswert wären sicherlich Bücher über die üblichen Verdächtigen Can2, Atom und Kent. Vor allem deutsche Urgesteine könnten mal für die Nachwelt dokumentiert werden. Chintz, oder ganze Crewportraits wie GHS oder GFA, wären sicherlich einen lohnenswerte Anschaffung. Um jetzt mal wieder den ewigen Nörglern die Luft aus den Segeln zu nehmen. Ja, es gibt noch viele viele andere gute Künstler.

Bei diesem vorliegenden Sento Buch gefällt mir besonders die chronlogische Aufarbeitung seiner Bilder aus den Anfangstagen bis zu den späten Werken. Schade, dass es nicht mehr Verlage gibt, die den Mut haben in solche Bücher mal zu investieren. Kritik in Richtung "On The Run", die ich oftmals lese kann man so nicht stehen lassen. Gerade mit dem Preis von 10€ kann ich da keine gravierenden Sellout Tendenzen entdecken, schließlich müssen die ja zumindest die Produktionskosten mindestens decken.

Bis dann - 110%

10.05.09

Paris - Ein Paradies für Sneaker Freaks

Paris die Stadt der Liebe, die Stadt an der Seine, dies sind nur zwei von dutzenden Synonymen für die Hauptstadt Frankreichs. Ich gehe noch ein Schritt weiter und erkläre Paris zur Stadt der Sneaker. Ich war neulich in Paris unterwegs und hattte auch die Möglichkeit ein wenig durch die Innenstadt zu schlendern. Nachdem ich alle kulturellen Örtlichkeiten abgegrast hatte und die riesige Stadt auf mich wirken ließ, fuhr ich in das Pariser Zentrum. Destination: >>Chatelet<<.

Man kann es förmlich fühlen wie die Stadt brodelt und es gibt viele tolle und alte Quartiers, wie zum Beispiel St. Germain, dass hauptsächlich von Studenten bewohnt wird. In Sachen Writing ist Paris ein sehr aktiver Ort und das U-Bahn System ist riesig. Als besonders schön befand ich die Transilien Züge, die die Stadt Paris mit den Banlieues in nördlicher Richtung verbindet. Diese Züge, die von den Parisern auch "Petit Gris" (kleine Schnecke) genannt werden und nicht sonderlich beliebt sind, konnten in mir ein wenig Steeltrain Nostalgie wecken. Um sich in Paris nicht die Füße wund zu laufen, empfehle ich die sogenannten Paris Visite Tickets. Man bekommt diese an den Schaltern der Metrostationen und zahlt somit ein Ticket für einen oder mehr ere Tage zu recht guten Konditionen. Hier könnt ihr euch mal einen Überblick verschaffen. Ich persönlich finde es immer ganz angenehm, wenn man sowas im Vorfeld abklärt.

Es gibt mehrere Baureihen dieser Bahnen, die in den 60er Jahren entwickelt wurden. Die Züge wirken schwermütig aber doch irgendwie positiv. Mit den runden Lichtern und der Front, erinnern sie mich ein wenig an den VW-Käfer.

Nach diesem kleinen Exkurs bezüglich des Schienenverkehrs in Frankreichs zurück zum eigentlichen Thema. Paris die Modemetropole ist (zum Glück) nicht nur beschränkt auf Haute-Couture, sondern es gibt auch eine aktive Sneakerszene. Ich konnte sogar einige Schnäppchen machen und habe mir zwei Paar New Balance eingepackt.

Nummer Eins am Platze ist der >>Opium Sneaker Store<<. Versteckt in der Rue du Cygne befindet sich der relativ kleine, aber gut sortierte Laden. Siehe hier in Google Maps. Im Umkreis des Geschäftes findet der Shopping Freund ebenfalls eine Reihe weiterer Läden, die ebenfalls viele Sneakers, teilweise zu guten Konditionen anbieten. Nach einem netten Gespräch mit dem Verkäufer in einem französisch-englischen-Sprachwirwarr, waren wir uns schnell einig welcher immer noch dier Primus unter den Sneakern ist. Air Max 1, der 87er ist immer noch das Maß aller Dinge. (Wenn man mal drüber nachdenkt, hat Nike sich wohl nicht weiterentwickelt). Der Laden ist auf jeden Fall sehr gut sortiert und man findet dort wirklich einige richtige Raritäten. Beieindruckend fand ich vor allem die Akribie mit der die Kicks liebevoll eingetütet wurden. Also wenn ihr mal vor Ort seid und ein Herz für Sneakers habt, dann fahrt mal vor.


Auf den Straßen sind öfter mal solch schöne Stände mit ausgemusterten oder älteren Modellen. Auch hier kann man mal ein Schnäppchen schlagen. Des Weiteren kann man in oder besser unter der Station >>Chatelet Les Halles<< onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEifDFlELI1SIGFF6qhQP2UIyZclWB0eqv8Jzvbq1Sgg3hf7XVMIr-LdHdqEtcSmPdrER8zzd8q4EOENewFWVlFKciWLEMP9veMZHdVJVJIaDk7DDSXm7xbyBnJxzqXL_NxP6h_xSBqjsAK5/s1600-h/DSCN1136.JPG"> 110%

23.04.09

BILDblog - Anklicken und staunen

Ich empfehle allen, sich mal beim BILDblog reinzuklicken. Wer sich mal ein Bild machen möchte, über den alltäglichen Wahnsinn, den die Redakteure der Bild und mittlerweile auch anderer Zeitungen verbocken, findet dort einen guten Überblick.

24.03.09

Belton Energy Drink

Ich habe sehr gestaunt, als ich die Fotos gesehen Habe. Aus dem Hause Belton gibt es jetzt nicht nur Kannen sondern auch Enegrydrinks. Der edle Tropfen soll einen erhöhten Koffeingehalt haben und so die Sprüher für ihre nächtlichen Aktionen wach halten. Gesichtet bei Mzee.com

21.03.09

First Aid Tagger Kit - Scandal Paris

Eine grandiose Idee des Künstlers und Handwerkers SCANDAL aus Frankreich. In dieser Ausgabe geht es bei Arte Tracks mal wieder um Streetart bzw. Kletteräffchen ohne Höhenangst und halt eben jenen Scandal. Dieser fertigt in Eigenregie sogenannte Notfallkisten für Tagger und bringt diese fachmännsich im Stadtgebiet an.

Seht selbst:


Ein weiteres Video gibt einen kleine Einblick in den Mikrokosmos von Berlin. Poet lässt die Zeit am Hochhauskomplex "Pallas" in Berlin Revue passieren, wo man mitte der 90iger massig Flächen zur Verfügung hatte.

18.03.09

"Blütezeit – Prime Time Of My Life"

„Bittere Kälte, brühende Hitze. Dornenbüsche und Stacheldrahtzäune... Das alles für ein paar Buchstaben auf rollendem Stahl."

„Bitterly cold, blistering heat. Bushes with thorns and barbed wire fences... And all that for a few letters on rolling steel.“

Der Wachschutz dreht seine stündliche Runde. Nur noch die Bahn abwarten und vorbei an Bewegungsmeldern sowie den Überwachungskameras. Los geht`s! Firstlines, Fill-In, Background, 3d`s, Outlines. Der letzte Schliff: Highlights und Elemente. 15 Minuten später ist die U-Bahn geschmückt. Blitzlichtgewitter!

Das Ziel des Projekts Blütezeit des jungen Künstlers Nils Müller ist die Abbildung der Bandbreite dieses kontroversen Lifestyles. Es führte ihn in verschiedene Bahnsysteme der Metropolen Europas (u.a. Berlin, Paris, Hamburg, London, Mailand, Stockholm) und bescherte allerlei Konflikte mit diversen Gesetzesvertretern. Doch weder Inhaftierungen, Geldstrafen noch andere Unannehmlichkeiten konnten ihn davon abhalten, diesen wichtigen Teil seines Lebens zu dokumentieren, dessen Einflüsse und Werte ihn bis heute prägen.

Sein erstes Buch, erschienen im Hamburger Colortrip Verlag, besitzt 168 Seiten aus hochwertigen Matt-Papier. Die authentischen Fotos zeigen authentische Menschen der verschwiegenen Subkultur des Trainwriting. Sie drücken Hass, Leidenschaft, Anonymität und Mitteilungsbedürfnis aus. Die Bilder vermitteln Gefühle und Entführen in atemberaubende Kulissen, sodass der Beobachter schnell realisiert; Graffiti mehr ist als wahlloses Besprühen von Objekten, sondern ein wohl überlegter, geplanter Akt, geprägt von Freundschaft, Intimität und Leidenschaft.

Beim durchblättern von Blütezeit ist man der Sicht eines Writers so nah, dass man sich als Betrachter fast strafbar machen könnte. Unterstrichen werden die Fotos des Künstlers durch Zitate anerkannter und aktiver Trainwriter wie z.B: Atom, Banos, Kaos, Moses.



Die Fotos machen definitiv Lust auf mehr. Da wir persönlich riesige Fans von guten Fotoarbeiten sind, unterstützen wir dieses Projekt natürlich. (Ich bin sogar Feuer und Flamme für das Buch)Für weitere Information bitte folgenden Links folgen: www.nilsmuellerphotography.com & www.colortrip.com

ISBN: 978-3-00-026891-5

Releasedate ist der 06.04.2009

Ich bitte euch dieses Projekt zu unterstützen, da es sich hier mal wirklich um ein hochwertiges Werk handelt. Eine erfrischende Sache in Street"art" dominierten Zeiten.

06.03.09

Börsenbulle büßt bei vollem Bewußtsein



In der krisengeschüttelten Finanzmetropole Frankfurt am Main wurden die Bänker und Börsianer nun symbolisch kastriert. Die aus dem letzten Loch pfeifenden Finanzjongleure singen nun im Sopranmodus bei der Regierung vor, um Kohle für ihr Scheitern einzustreichen. Endlich haben se´die mal an den Eiern gepackt. Da wo es wirklich weh tut. Der Hintergrund wird in der PM erklärt. Solche Art von Inszenierung ist erfrischend, da die Jugend es ja nicht mehr schafft auf die Straße zu gehen und anstatt zu konsumieren, zu demonstrieren.

BÖRSENBULLE KASTRIERT!

Die Skulptur “Bulle und Bär” vor der Frankfurter Börse, ein Symbol für starke, testestoronstrotzende, Aktienmärkte, wurde in einer Kunstaktion symbolisch entmannt.

Am 20. Februar wurde der Frankfurter Bulle, eine bronzene Tierskulptur (“Bulle und Bär”) vor der Deutschen Börse, symbolisch kastriert. In einer performativen Aktion formte der Hamburger Künstlers Baldur Burwitz die Hoden des Stiers ab. Die Entmannungs-Aktion war als ironischer Kommentar auf die internationale Finanzkrise gedacht. Schon nach fünf Minuten wurde die Aktion vom Sicherheitsdienst der Börse abgebrochen, die beteiligten Künstler wurden vorübergehend festgenommen, nach längerer Diskussion dann aber laufen gelassen. Den Gipsabdruck der Bullenhoden durften sie mitnehmen. (siehe Protokoll Argus-Sicherheitsdienst vom 20.2.2009).

Die symbolische Entmannung, so Burwitz, soll auf drastische Weise deutlich machen, wie schnell die einst einflussreichen Finanzmärkte zu impotenten Zahlungsempfängern degenerieren. Von dem Gipsabdruck formte der Künstler inzwischen eine bronzefarbene Plastik, die in einer Glasvitrine präsentiert wird. Die Börsenbullen-Skulptur mit dem Titel “Peanuts” wird zur Zeit in der Hamburger Galerie “White Trash Contemporary” im Rahmen der Ausstellung CASH FLOW gezeigt. Um den öffentlichen Charakter der Aktion zu unterstreichen, wird die Skulptur ab 4.März 2009 auf der Online-Auktionsplattform eBay versteigert.

http://cgi.ebay.de/Boersenbulle-Peanuts_W0QQitemZ120386980157QQcmdZViewItemQQptZPlastiken_Skulpturen?hash=item120386980157&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=72%253A1229%7C66%253A2%7C65%253A12%7C39%253A1%7C240%253A1318

www.whitetrashcontemporary.com