18.03.09

"Blütezeit – Prime Time Of My Life"

„Bittere Kälte, brühende Hitze. Dornenbüsche und Stacheldrahtzäune... Das alles für ein paar Buchstaben auf rollendem Stahl."

„Bitterly cold, blistering heat. Bushes with thorns and barbed wire fences... And all that for a few letters on rolling steel.“

Der Wachschutz dreht seine stündliche Runde. Nur noch die Bahn abwarten und vorbei an Bewegungsmeldern sowie den Überwachungskameras. Los geht`s! Firstlines, Fill-In, Background, 3d`s, Outlines. Der letzte Schliff: Highlights und Elemente. 15 Minuten später ist die U-Bahn geschmückt. Blitzlichtgewitter!

Das Ziel des Projekts Blütezeit des jungen Künstlers Nils Müller ist die Abbildung der Bandbreite dieses kontroversen Lifestyles. Es führte ihn in verschiedene Bahnsysteme der Metropolen Europas (u.a. Berlin, Paris, Hamburg, London, Mailand, Stockholm) und bescherte allerlei Konflikte mit diversen Gesetzesvertretern. Doch weder Inhaftierungen, Geldstrafen noch andere Unannehmlichkeiten konnten ihn davon abhalten, diesen wichtigen Teil seines Lebens zu dokumentieren, dessen Einflüsse und Werte ihn bis heute prägen.

Sein erstes Buch, erschienen im Hamburger Colortrip Verlag, besitzt 168 Seiten aus hochwertigen Matt-Papier. Die authentischen Fotos zeigen authentische Menschen der verschwiegenen Subkultur des Trainwriting. Sie drücken Hass, Leidenschaft, Anonymität und Mitteilungsbedürfnis aus. Die Bilder vermitteln Gefühle und Entführen in atemberaubende Kulissen, sodass der Beobachter schnell realisiert; Graffiti mehr ist als wahlloses Besprühen von Objekten, sondern ein wohl überlegter, geplanter Akt, geprägt von Freundschaft, Intimität und Leidenschaft.

Beim durchblättern von Blütezeit ist man der Sicht eines Writers so nah, dass man sich als Betrachter fast strafbar machen könnte. Unterstrichen werden die Fotos des Künstlers durch Zitate anerkannter und aktiver Trainwriter wie z.B: Atom, Banos, Kaos, Moses.



Die Fotos machen definitiv Lust auf mehr. Da wir persönlich riesige Fans von guten Fotoarbeiten sind, unterstützen wir dieses Projekt natürlich. (Ich bin sogar Feuer und Flamme für das Buch)Für weitere Information bitte folgenden Links folgen: www.nilsmuellerphotography.com & www.colortrip.com

ISBN: 978-3-00-026891-5

Releasedate ist der 06.04.2009

Ich bitte euch dieses Projekt zu unterstützen, da es sich hier mal wirklich um ein hochwertiges Werk handelt. Eine erfrischende Sache in Street"art" dominierten Zeiten.

06.03.09

Börsenbulle büßt bei vollem Bewußtsein



In der krisengeschüttelten Finanzmetropole Frankfurt am Main wurden die Bänker und Börsianer nun symbolisch kastriert. Die aus dem letzten Loch pfeifenden Finanzjongleure singen nun im Sopranmodus bei der Regierung vor, um Kohle für ihr Scheitern einzustreichen. Endlich haben se´die mal an den Eiern gepackt. Da wo es wirklich weh tut. Der Hintergrund wird in der PM erklärt. Solche Art von Inszenierung ist erfrischend, da die Jugend es ja nicht mehr schafft auf die Straße zu gehen und anstatt zu konsumieren, zu demonstrieren.

BÖRSENBULLE KASTRIERT!

Die Skulptur “Bulle und Bär” vor der Frankfurter Börse, ein Symbol für starke, testestoronstrotzende, Aktienmärkte, wurde in einer Kunstaktion symbolisch entmannt.

Am 20. Februar wurde der Frankfurter Bulle, eine bronzene Tierskulptur (“Bulle und Bär”) vor der Deutschen Börse, symbolisch kastriert. In einer performativen Aktion formte der Hamburger Künstlers Baldur Burwitz die Hoden des Stiers ab. Die Entmannungs-Aktion war als ironischer Kommentar auf die internationale Finanzkrise gedacht. Schon nach fünf Minuten wurde die Aktion vom Sicherheitsdienst der Börse abgebrochen, die beteiligten Künstler wurden vorübergehend festgenommen, nach längerer Diskussion dann aber laufen gelassen. Den Gipsabdruck der Bullenhoden durften sie mitnehmen. (siehe Protokoll Argus-Sicherheitsdienst vom 20.2.2009).

Die symbolische Entmannung, so Burwitz, soll auf drastische Weise deutlich machen, wie schnell die einst einflussreichen Finanzmärkte zu impotenten Zahlungsempfängern degenerieren. Von dem Gipsabdruck formte der Künstler inzwischen eine bronzefarbene Plastik, die in einer Glasvitrine präsentiert wird. Die Börsenbullen-Skulptur mit dem Titel “Peanuts” wird zur Zeit in der Hamburger Galerie “White Trash Contemporary” im Rahmen der Ausstellung CASH FLOW gezeigt. Um den öffentlichen Charakter der Aktion zu unterstreichen, wird die Skulptur ab 4.März 2009 auf der Online-Auktionsplattform eBay versteigert.

http://cgi.ebay.de/Boersenbulle-Peanuts_W0QQitemZ120386980157QQcmdZViewItemQQptZPlastiken_Skulpturen?hash=item120386980157&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=72%253A1229%7C66%253A2%7C65%253A12%7C39%253A1%7C240%253A1318

www.whitetrashcontemporary.com

18.02.09

Die Geschichte der Graffiti Magazine in Europa

Wir schreiben das Jahr 1988. Die Yards sind kaum bewacht, die Dosen aus dem Baumarkt und Caps waren ein rares bis nicht zu bekommendes Gut. Langsam aber stetig wächst die Szene und mehr und mehr Leute beginnen sich für die Writingkunst zu interessieren. In dieser Zeit war es noch ein kleiner Kreis an Namen und Protagonisten die das Geschehen auf den Zügen bestimmten. Informationen waren rar und es bestand kontinuierlich der Wunsch mehr zu erfahren, zu sehen, zu reisen und Kontakte zu knüpfen. Der Wunsch auch die Werke anderer Writer, aus anderen Ländern zu bestaunen bestand kontinuierlich. Nachdem Filme wie Style Wars (83), Beat Street und Wildstyle (84)erschienen, begann auch in Europa die heiße Phase der ersten Graffiti Welle und das Fieber wurde durch das Buch „Subway Art“ noch intensiviert.

Einige Jahre später haben es sich einige Holländer zur Aufgabe gemacht das erste europäische Graffiti Magazin auf den Weg zu bringen. Im Jahre 1988 war es soweit und das Baby war geboren. Gesund und munter. Der Name „Bomber“, welcher die europäische Ausrichtung in Sachen Graffiti sehr gut traf. Bomben was das Zeug hält. Im Grunde genommen ist es nicht so wichtig wer das erste Graffiti Magazin auf den Markt gebracht hat denn Daten sind, wenn man sich intensiv mit der Writing Materie beschäftigt, sowieso Schall und Rauch und von untergeordneter Bedeutung. Hauptsache es ist da, irgendwie irgendwann und irgendwo. Um die Geschichte der Mags jedoch detailgenau nachzuzeichnen muss ebenso erwähnt werden, dass das erste Graffiti Magazin im deutschsprachigen Raum im Jahre 1988 aus der Schweiz kam und "14k" hieß.

Die Funktion dieser Magazine bestand vorwiegend darin den Durst der Writer nach Fame zu stillen und natürlich auch grundsätzlich Einblicke in die Stile anderer Länder zu bekommen. Die New Yorker Trains, die in Büchern und Magazinen abgebildet waren, haben bis heute ihren Einfluss auf Graffiti nicht verloren. Im Laufe der Jahre entwickelten sich viele interessante und gute Graffiti Magazine in Europa die langsam begannen ihren Fokus auch auf die Gestaltung und “redaktionelle Inhalte“ wie Interviews mit den Top-Writern zu führen. Natürlich mussten sich die Magazine immer dem Vorwurf aussetzen Straftaten zu verherrlichen, aber das störte eigentlich niemanden. Teil II) folgt

02.02.09

Streetfiles - Photo Archiv

Heute nur mal ein Kurzpass. Ich möchte allen Menschen streetfiles.org empfehlen. Mittlerweile ist da ne riesige Community gewachsen und man kann wirklich viele Klassiker bestaunen.

26.01.09

Razor Website

Habe ein rasiermesserscharfes Update anzubieten. Die Radical Razor Website. Razor konnte mich vor allem immer durch seine schöne Buchstabenstruktur begeistern. Serifen, Elemente und der Swing waren / sind bei diesem Typen immer astrein gewesen.

Hier könnte ihr einige viele Trainpieces des Meisters des Nordens ansehen. Respekt!!!



Grandios wie das große "R" das "A" tritt und zusammenstaucht.

Für die ganz Cleveren: ----> http://www.radical-razor.de/

18.01.09

Phantastic City - Metro Shirts

Phantastic City aus Hamburg haben eine wunderbare Idee gehabt und zwei tolle Shirts gebastelt. Seen on Stylefile.de.....

Shirt 1) ist in einem "taubigen Blau" gehalten und vereint so ziemlich alle Metro Zeichen der Welt. Von Paris bis London, von New York bis Moskau. Schön!!


Shirt 2) zeigt einen fiktiven Fahrplan, der die Metropolen der Welt in einem Liniennetz vereint. Für die Idee gibt es 10/10 Punkten und für die aufwendige Arbeit ebenfalls.

Die neuen On The Run Marker 840 & "Vintage 830"

Die Entwickler von "On The Run" haben seit einiger Zeit ihre eigenen Grafikmarker auf den Markt gebracht und sagen somit den derzeitigen Platzhirschen Touch und Copic "den Kampf an". Die Firma die seit 1991 kontinuierlich Graffiti Werkzeuge vertreibt und auch als Verleger in Erscheinung tritt, konnte sich in der Entwicklung schon auf ihre Erfahrungen im Bereich anderer "Schmierwerkzeuge" stützen. Die Marker die auf den Namen "840" hören werden in drei verschieden Boxen vertrieben und passen sich preislich ungefähr an das Gefüge der Touch und Copic Marker an. Bereits im August 2008 kamen die On The Run 830 Sets auf den Markt, die in 12 verschiedenen Sets erhältlich sind. Im stylischen "Landarzt Koffer" kann der Writer, Illustrator oder andersweitig Kreative seine Stifte verstauen. Hier sind die Colorsets der 830er Serie einzusehen. Im letzten Quartal des Jahres 2008 wurden jetzt ebenfalls die Marker der Serie 840 vertrieben. Die Farbpallette der 840er Serie wurde noch einmal auf insgesamt 120 Farbtöne erhöht und die Aufsteller für die Stifte wurden modifiziert. Das ganze bildet defintiv auch ein stylisches Accesoire für den Schreibtisch - No Doubt.
(840er Serie) Hier sind die Colorsets der 840er Serie einzusehen. Die technischen Daten: Die Marker kommen wie üblich mit einer dünnen Spitze von 1mm und die breite Seite der Spitze beträgt 6mm. Das komplette 120er Set kann preislich schwanken, also sucht nach dem besten Angebot. Bestellen könnt ihr es bei Mzee.com oder bei vielen anderen Händlern. Wholesaler wenden sich bitte direkt an Ontherun.de Doch damit nicht genug. Als großer Freund der kleinen Gimmicks bietet OTR auch noch kleine Stifttaschen an, die man bequem am Gürtel tragen kann. Diese können für den kleinen Preis in verschiedenen Größen bestellt werden. Nützlich auch für Caps et cetera. Ein weiteres "Gimmick" welches ebenfalls universell einsetzbar ist betrifft eine große Tragetasche mit dem obligatorisch flüchtenden Männeken. Für mich als Pennergame.de Spieler (und Fan), denke ich natürlich sofort an den Transport von Pfandflaschen oder anderen sperrigen Utensilien. Da ich ja jetzt eh schon fast alle Produkte von OTR beworben habe, verweise ich auch noch mal auf den Artikel (im?, auf?)dem Ilovegraffiti Blog, den ich wirklich jedem empfehlen kann. In diesem Post geht es um die Fortsetzung beziehungsweise Ausweitung der legendären Blackbook Serie bekannt durch die vorherigen drei Teile mit Seen, Jepsy und Bates.

17.01.09

Nike´s neues Meisterwerk


Als Sneakeraddict hat man manchmal lange Durstsrecken zu überstehen. Der neue Nike Air Max Light (nicht 87) entschädigt aber vollends. Lange habe ich auf so eine stimmige Farbkombination gewartet. Der Schuh ist in vielen Sneakerstores zu erhalten und liegt preislich ungefähr bei 120 €.

(Bilder:sneakernews.com)

16.01.09

Pic of the Day - Kyle - Frankfurt am Main

Gefunden in den Tiefen des World Wide Web - Train Devil Kyle - Mitte der Neunziger! Einer meiner favorisierten "Performer" aus der Stadt am Main. In dem Mag "Steel is Real" (Volume 3?) gab es damals auch ein Interview und einige Bilder.