09.02.08

Tape Kingz - The good old days......

Wenn ich an Rap Musik denke, kommen mir zwei Dinge in den Sinn.
- Vinyl und Tapes -
Es mag im Zeitalter von MP3 und I pod altmodisch erscheinen, aber als ich mit meiner Sozialisation im Bereich Rap Musik begann, waren das nun mal die Medien auf die ich zurückgreifen musste und auch wollte.
Es gehört schon viel Liebe dazu, sich in Plattenläden zu stellen und einfach mal seinen Samstag damit zu verbringen, sich alle möglich Platten anzuhören.

Ich bin immer noch für "Save the Vinyl", wobei sich viele Leute Heutzutage schon auf das Auflegen mit CD´s eingelassen haben.

In Zeiten in denen Musik, vor allem Rap zur Mainstream Sparte gezählt werden kann, ist es kein Problem auf die aktuelle Musik zum Beispiel in den Staaten zuzugreifen.


Wobei wir beim Thema wären. Ich erinnere mich irgendwann Anfang der neunziger wuchs mein Interesse an Rap Müzik. Vor allem der rauhe Eastcoast Sound hatte es mir damals angetan und man wollte natürlich immer neue Sachen hören. Da das TV für den Arsch war (ist) und M-TV & VIVA gut auf Rap Musik verzichten konnten, fielen mir die ersten Tapes aus New York in die Hände. Der Sound war gut und vor allem die Mixkünste einiger Dj´s waren zu der Zeit "2 steps ahead".
TAPEKINGZ: http://www.tapekingz.com
History: (Quelle: TheBaske)
Der gebürtige Ire Iain McNee, welcher in den frühen achtziger Jahren in die USA emigrierte, entdeckte, kaum in New York angekommen, seine Begeisterung für die Hip Hop Bewegung. Über einige Umwege bekam er 1986 sein erstes Mixtape in die Hand. Dieser Moment war ausschlaggebend und somit wurde die Idee geboren, seinen eigenen Vertrieb zu gründen.

Nach etwas längerer Strukturisierung wurde schließlich 1988 Tape Kingz im New Yorker Stadtteil Brooklyn ins Leben gerufen. Iain McNee beschäftigte sich damit, Mix-Tapes verschiedener DJ's systematisch zu produzieren und zu vertreiben. Damals gehörten Größen wie Kid Capri, Brucie B und Starchild zu seinem Repertoire.

Vor dieser Zeit wurden DJ-Mix-Tapes fast ausschließlich für private Zwecke verwendet, da den DJ's Vervielfältigungsmöglichkeiten fehlten. Durch die Ausstattung mit entsprechenden Geräten, das Zusammenbringen der besten DJ's und eine kleine Anzeige im "Source"-Magazin begann das Tape Kingz Unternehmen die Faszination und Dynamik der Mix-Tapes national und international zu verbreiten. Auf diese Weise entstanden Beziehungen zu Hip-Hop-Fans weltweit.

Iain "E" McNee brachte sein Enthusiasmus und seine Liebe zu der Musik die Freundschaft unzähliger Künstler ein. Die Liste derjenigen, die er repräsentiert, liest sich wie ein "who's who" der New Yorker DJ Szene. Unter ihnen sind Namen wie Funkmaster Flex, DJ Premier, Tony Touch, PF Cuttin', Mister Cee, Evil Dee, und auch Ron G, die alle ihre Mix-Tapes durch Tape Kingz veröffentlichen.

1994 begann Tape Kingz verschiedene 12" Singles und LP's herauszubringen, wobei auch diese von Brooklyn aus promoted wurden. Dieses Projekt expandierte und schloß immer mehr Künstler aus dem New Yorker Raum ein, die von einem unabhängigen und der Szene nahen Label vertrieben werden wollten.



Dabei entstanden Schallplatten für folgende Künstler: Masta Ace, Finsta Bundy, Paula Perry, Shadez Of Brooklyn, Group Home, Brainsick Enterprize, G-Dep, Blackhearted Skavengerz, Gangreen, Uneek, Leisha, Doo Wop, Mister Cee, DJ Enuff, und die legendäre Old-School-Truppe The Veteranz (Brucie Bee, Lovebug Starski, DJ Hollywood).
Dennoch verlor Tape Kingz seine ursprüngliche Tätigkeit auch damals nicht aus den Augen. Ständig erweiterte sich das Programm um neue DJ's, die es aufgrund ihrer Skills verdienten, in den Tape Kingz Kader aufgenommen zu werden. So war es keine Frage, daß auch LS One, Spinbad und der weibliche DJ-Star Lazy K ins Tape-Kingz-Angebot einbezogen wurden.
Ebenso wie die Big Dawg Pitbull Aktivisten von Funkmaster Flex, wie Cipha Sounds, Kaori und Frankie Jugga. Ein weitere Hip Hop Legende bei Tape Kingz ist der Old-School-Veteran Kayslay aus Harlem, der bereits seit 1976 in der Rap-Szene aktiv ist und durch Interviews mit Unterwelt-Größen (wie z.B. Alberto "Alpo" Martinez) aus den Ghettos auf seinen Tapes berühmt wurde. (siehe Source 08/00)
Altbekannten Größen wie Kid Capri,Doo Wop, Juice und S&S Iroc sind ebenso weiterhin vertreten, wie die New Yorker Dancehall-Reggae Berühmtheiten Nick Bondz, Bam Bam und Dexterity. Anfang bis Mitte der neunziger Jahre tauchten die Mixtapes direkt aus den Staaten erstmals und vereinzelt in Europa auf.

1997 expandierte Tape Kingz dann allerdings mit Hilfe von Edwin und William Strauss nach Deutschland, um von dort aus den exklusiven Europavertrieb zu steuern. Die beiden Brüder aus Hannover, welche sich seit Jahren in der Szene bewegten und durch Ihren Laden "City Game" ständig auf der Suche nach neuen Innovationen im Hip Hop Sektor waren, kamen bei einer ihrer zahlreichen New York Reisen auf die Idee, das Mixtape Business in Europa zu etablieren und nahmen Kontakt zu Iain McNee auf.

Nachdem ein Test- bzw . Starterpaket mit 25 Tapes geordert wurde, welches unter anderem DJ´s wie Mister Cee, Evil Dee und PF Cuttin beinhaltete, begann man Schritt für Schritt mit dem Vertrieb.


Dieses war der Startschuss einer neuen Ära und dadurch wurde die Versorgung Europas mit den neuesten Sounds New Yorks möglich, was im Interesse aller Beteiligten lag, da gerade zur damaligen Zeit in Europa die Bedeutung von Hip Hop kontinuierlich zunahm und Tape Kingz über Jahre hinweg seinen Teil dazu beitrug! Somit wurde peu a peu über die Jahre ein großer und treuer Kundenstamm aufgebaut.
Im Zuge dieser Entwicklung wurden ebenfalls mit Hilfe regionaler Veranstalter Club-Touren mit Tape Kingz DJs wie Evil Dee, Mister Cee sowie der New Yorker Rap Combo Blahzay Blahzay zusammen mit PF Cuttin in den wichtigsten Städten Deutschlands organisiert.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich das ganze Business stetig weiter und durch DJ Clues und Ron Gs Formel sich exklusive Joints, Blends und Freestyles für Ihre Mixe sichern zu lassen, wurde das ganze Mixtape für immer revolutioniert. So tauchten etliche Rapper wie beispielsweise DMX, Camron, das Trio The Lox oder ganz aktuell der aus Queens stammende 50 Cent erstmalig auf diversen Tapes auf, bevor sie später zu Weltruhm gelangen sollten.
Da Iain McNee weiterhin darauf bedacht war, weitere DJs unter Vertrag zu nehmen, tauchen im Tape Kingz Kader auch inzwischen Namen wie Whoo Kid, Green Lantern, DJ Envy oder auch der Westcoast Mixtape König DJ Vlad auf.
Im Frühjahr 2001 kam es dann zu einer Art technischer Innovation auf dem Markt und Tape Kingz brachte erstmalig seine DJ Mixes zusätzlich zu den ursprünglichen Tapes auf CD heraus. Nachdem der enorme Stellenwert der Mixtapes auch von den Medien nicht länger unerkannt blieb, und das Magazin Supreme den europäischen Mixtape-Pionieren im Mai desselben Jahres eine ganze Sendung widmete, in der sie die ganze Geschichte, Entwicklung und Bedeutung eingehend erklärten, konnte bzw. kann man behaupten, dass dadurch im musikalischen Bereich die beste Streetpromotion gewährleistet wird und dadurch die Sounds den Leuten wesentlich früher und exklusiver zugebracht wird.
Nach kurzer Auszeit und einer Umstrukturierungsmaßnahme vollzog der europaweite Vertrieb im Sommer 2003 den Umzug von Hannover nach Heidelberg, und versucht nun, noch immer unter Leitung von Edwin Strauss, die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortzuführen.

Außerdem wurden Ende des letzten Jahres Vertriebsniederlassungen in der Schweiz und in Italien gegründet, um das Netzwerk weiter zu verstricken. Weitere Zusammenarbeit mit Leuten aus Frankreich, Holland etc. sind für dieses Jahr geplant, um den Heads die Mixtapes noch besser und aktueller zukommen zu lassen.
Ich war vor allem von den Mixkünsten einiger begeistert. Ein weiteres Plus waren natürlich die immer aktuellen Platten, die zum Beispiel "Tony Toca", in regelmäßigen Abständen rausbrachte.
Da ich schon immer sehr interessiert war auch an dieser Turntableism Geschichte und die weitesgehend von der Öffentlichkeit ignoriert wurde besorgte ich mir öfters mal Tapes oben genannter Künstler.

Auch Heute bekommen DMC World Champions wie zum Beispiel der junge DJ Rafik, fast gar keine Aufmerksamkeit für ihr Tun. Die Juice widmet Dj´s vielleicht mal eine kleine Randnotiz und berichtet dann lieber zum x-ten mal über irgendwelche Mainstream Acts, die jedes mal das gleiche erzählen.
Hingegen der heutigen Auffassung, von dem was ein Dj ist/macht, war das noch richtiges Handwerk.
Leider ist Tapekings nicht mehr so präsent wie Sie es früher einmal waren, aber das liegt auch an den tausenden Sucka Dj´s, die wie Pilze aus dem Boden schiessen und mit ihrem widerwärtigen Musikgeschmack die Welt belästigen.
Viele der Tapes konnte man rauf und runter Hören. Vor allem die Dj Premier Crooklyn Cuts, die mich damals schwer begeisterten. Straight Hip Hop!!!


Leider passen sich viele Dj´s heutzutage dem schlechten Musikgeschmack ihrer Zuhörer an und spielen anstatt das worauf sie Lust haben irgendein Müll um ja alle zufreiden zu stellen.


Mit der "Realness" war das in Deutschland leider immer schon so eine Sache, aber lasst die Leute ruhig in dem Glauben Fatman Scoop wäre eine richtig guter Dj.
2 - 1210er und einen Mixer

Kommentare:

  1. Ja genau, scheiß auf den ganzen nu-school Müll wie Black Eyed Peas, 50 Cent (kotz) und konsorten wo´s keinen Flow mehr giebt.
    Ich sag nur eins. "Evil Dee is on the Mix come on kick it!"

    PS: Aber Yo-MTV Raps war ja wohl der Hammer

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  2. Was geht, ich wünsch mir die gute alte zeit des goldenen hip hop wieder!

    Das was jetzt unter hip hop gehandelt wird ist doch der grösste scheiss, ich frag mich wo ist der geschmack geblieben oder geht es immer nur ums geld; das ist am ende das gift das auch den HIP HOP tötet und teilweise getötet hat...

    mfg

    ein head aus alten so wie gegenwärtigen tagen for ever hip hop! ! !

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  3. Lasst euch eins sagen Hip Hop ist nicht gleich Hip Hop, Spasten wie Detlef D Soest die Ihren Tanz Hip Hop Tanz nennen könnte ich ankotzen, Dj die nicht einmal wissen wie Hip Hop entstanden ist und woher es kommt sollten lieber ihre 1210 verkaufen und nach Hamburg gehen zum Strassenstrich.

    Ich vermisse die guten alten Tage wo man auf Jams Sprayer, Breakdancer und MC's findet und sich austauscht.

    Wo ein DJ Stylewarz auflegt und dafür sorgt das richtig gute Rapmusik läuft.

    Ich könnte kotzen wenn ich den ganzen Abklatsch scheiß sehen oder hören muss.

    Leute lasst uns eine Hip Hop jam veranstalten wie in guten alten Zeiten.....

    Peace

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  4. Schön, dass du die Fahne des Real Hip Hop hochhälst, aber die Zeiten sind wohl vorbei. Bitte nicht so aggressiv sein. das bringt doch eh nix.

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